Am 28. Januar 1956 in Kallenhardt im Sauerland geboren. Im Dezember 1956 in die DDR gezogen. Seit dem 4. Lebensjahr der Körperarbeit verschrieben, begann:

1980
die konsequente Entwicklung einer eigenen Bewegungssprache hin zum Tanz. Dabei stand und steht die IMPROVISATION im Mittelpunkt des Arbeitsansatzes, in Zusammenarbeit mit Künstlern der Genre Improvisierte - u. Zeitgenössische Musik, Bildende Kunst, Film und Schauspiel. Vorher 3 Jahre Mitglied des Pantomimentheaters vom Prenzlauer Berg, Leitung: Eberhard Kube.

1982
Gründung der Gruppe FINE – Christoph Winckel, Kontrabass, Lothar Fiedler, Gitarre/Elektronik, Dietmar Diesner, Saxophone/Elektronik
Auftritte führen die Gruppe durch die gesamte DDR und ins sozialistische Ausland, nach dem Mauerfall auch in die USA – 1992 findet der letzte Auftritt statt.

1983
beginnt die Zusammenarbeit mit bildenden Künstlern –  die intensivste mit der Malerin/Filmerin Christine Schlegel und dem Maler Lutz Dammberg.1986 endet diese Zusammenarbeit durch die Ausreise der Künstler*innen in die BRD. Fine tanzt auf Ausstellungseröffnungen vieler Künstler u.a. Dieter (Luden) Ladewig, Hans Scheuerecker, AnneRose Becker, Wolfram Scheffler, Ulla Walter…

1988
wird die Arbeit durch eigene TanzTheaterStücke und Performanceprojekte, in Zusammenarbeit mit Theaterhäusern in Deutschland, erweitert; die engste mit den FREIEN KAMMERSPIELEN in Magdeburg. Außerdem intensive Workshoparbeit als Ausgangspunkt für Tanz- u. Körperforschung.
Geburt des dritten Kindes. 1974 und 1976 waren die ersten beiden Geburten.

1989
Begegnung mit dem Schweizer Bildhauer Schang Hutter im Alten Museum in Berlin zur Ausstellungseröffnung. Bis 1996 finden gemeinsame Performances statt – Der Verletzlichkeit Raum geben im tif in Kassel und Tanzfestivals in Wiesbaden, Cottbus und Gießen. In Stuttgart zum Festival Natur im Kopf baut er eine Skulptur für mein Stück membran komme die.

1990
neue Kontakte und Erweiterung des Arbeitsumfeldes durch den Fall der Mauer. Einladungen zu Tanzfestivals erfolgen. Erste Reisen nach Frankreich und die USA.

1990 bis 1993
Mitglied des Ensembles der FREIEN KAMMERSPIELE MAGDEBURG – Anleitung der Schauspieler in Bewegung, Beratung der Regisseure auf dem Bewegungssektor, eigene Inszenierungen in Zusammenarbeit mit Schauspieler*innen.
Auch nach der Auflösung des festen Vertrages bleibt die Zusammenarbeit bis 2001 bestehen.

1991
Zusammenarbeit mit dem Tänzer Yves Musard und seiner Companie in New York und Yellow Springs.
Rückkehr nach zwei Monaten für ein Filmprojekt mit einer libanesischen Filmerin nach New York.
Wiederbegegnung und erneute Zusammenarbeit mit der Malerin/Filmerin Christine Schlegel. Es entstehen mehrere Filme und damit verbundene Performances. 1995 wird der Film Rodarquilar – verbrannte Erde mit einem Hauch von Flüssigkeitin einer Kupfermine in Andalusien entwickelt.

1993 bis 2008
Zusammenarbeit mit dem Maler Helge Leiberg, den Musikern Lothar Fiedler und Dietmar Diesner in der Gruppe GOKAN. Das Besondere hier: Tanz und Musik fließen mit der Malerei, die live über Overheadprojektoren an die Wand geworfen wird, zusammen.

1994 bis 1998
wohnhaft in Wiesbaden und vertiefte Zusammenarbeit mit Musiker*innen, Tänzer*innen und bildenden Künstler*innen im Raum Hessen.
Duo Endorfine mit dem Schlagzeuger Wolfgang Schliemann.

1997
Begegnung und intensive Zusammenarbeit bis 2011 mit dem bildenden Künstler Robert Schad.

1998
Rückkehr nach Berlin. Zusammenarbeit mit der Tänzerin Anna Huber in ihrem Stück Die Anderen und die Gleichen.
Ein eigenes Atelier im Atelierkomplex von Helge Leiberg im Berliner Bezirk Wedding ermöglicht regelmäßig einen Weddingsalon durchzuführen. Künstler*innen aus den Genres bildende Kunst, Musik, Tanz und Sprache treffen sich und zeigen aktuelle Arbeiten. Der Weddingsalon wird auch von internationalen Künstler*innen hoch geschätzt. Viele Besucher*innen sorgen durch angeregtes Hören, Sehen, Reden für eine angeregte und inspirierende Atmosphäre.

2002 bis 2006
Stipendium in Form eines  Ateliers in den alten Panzergaragen von der Stadt Magdeburg. Zwischen bildenden Künstlern, u.a. Dieter (Luden) Ladewig, AnneRose Bekker, Jürgen Leyh, wird darüber ein intensives Arbeiten ohne große Geldsorgen ermöglicht.

2003
Gründung des Multimedialen Kunstprojektes cri du coeur mit Willehad Grafenhorst, Musiker und Computervisualist, Filmer
Gründung des rhizom e.V. - bis 2019 Mitglied

2005 bis 2013
werden mehrere Kinder- und Jugendprojekte in Chemnitz, Berlin und Brandenburg realisiert. Darin werden ebenfalls die Künste Tanz, Musik, Film, Bildende Kunst und Sprache verbunden.

2006 bis 2012
Rückkehr nach Berlin. Erneutes Atelier im Atelierkomplex von Helge Leiberg.
Der Weddingsalon kehrt zurück und erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit.

2009
Ein Wochenendhaus in der Natur Mecklenburg-Vorpommerns. Hinwendung zum Tanz in der Natur. Filme entstehen direkt und unmittelbar in der Verschmelzung mit der Natur.

2012 bis 2017
Umzug nach Mecklenburg-Vorpommern.
Gründungsmitglied des Aktionsbündnisses weltoffen demokratisch bunt – aktive Arbeit gegen Rechts und Betreuung von eintreffenden Migrant*innen – mehrere Kunstprojekte werden diesbezüglich realisiert. U.a. Orte der Begegnungen und Tanz für Frauen.

2013 bis 2016
Performance-Reihe Nächte des Lichts in der Nikolaikirche in Pasewalk mit Willehad Grafenhorst
 - internationale Künstler werden dafür eingeladen.

2017
Rückzug aus Mecklenburg-Vorpommern. Flucht vor einem aktivierten Truppenübungsplatz. Neben Berlin wird das Dorf Collesano auf Sizilien zweiter Wohnsitz. Verstärkte Arbeit in der Natur der Madonie. U.a. das Forschungsprojekt LesArten – Grotten und Höhlen Siziliens.
BlauLAUT – Preis für interdisziplinäre Kunst vom Koinzi-Dance e.V. verliehen.

2020
Pandemie bedingt ruft cri du coeur für ein gemeinsames Projekt auf, dem sich 22 Künstler anschließen. al di là dell'aldilà / jenseits des Jenseits.

2022
Videofilm dahinter liegt das unumkehrbare, unter Beteiligung mehrerer Künstler*innen aus den Genres Musik, Tanz, Gesang und Bildende Kunst wird fertiggestellt
Dokumentarfilm IM UMBRUCH I Go. Stay. Dance.von Barbara Lubich kommt zur Premiere. Die Tänzerinnen Fine Kwiatkowski, Daniela Lehmann und Cindy Hammer berichten über ihre Umbrüche.

 

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